Feldflora-Reservat im Taunus
Der Kulturlandschaftsverein
1997 erfasste die Botanische Arbeitsgemeinschaft Tatmus
die Pflanzenvielfalt in diesem - botanisch teilweise noch wenig erforschten -
Mittelgebirge. Bei der Kartierung fiel der ungewöhnliche Artenreichtum der
Äcker um den Schlangenbader Ortsteil Hausen v.d. Höhe auf! Hier wurden noch
seltene Ackerwildkräuter wie die Saatwucherblume, das Acker-Löwenmäulchen
und der Gefurchte Feldsalat gefunden.
Die Aufgeschlossenheit der Gemeinde, des Eigentümers und der Landwirte
ermöglichten die Einrichtung eines Feldflora-Reservates (FFR). In mühevoller
Kleinarbeit wurde die Fläche gemeinsam von der Botanischen AG Taunus, vertreten
durch Dr. Wolfgang Ehmke und dem Landwirt Wenzel Taut vorbereitet und mit alten
Kultursorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn, Lein und Buchweizen eingesät.
Informationstafeln erläutern vor Ort die Kulturen und die Wildpflanzen. Parallel
dazu gründete sich der Kulturlandschaftsverein Hausen v.d.H., bestehend aus
engagierten Bürgerinnen und Bürgern, der für die Pflege und Unterhaltung
des Reservates verantwortlich ist. Im Juni 2001 wurde das FFR Hausen v.d.H. eingeweiht.
2009 ging der "Oscar" der Landschaftspflege an den
Kulturlandschaftsverein Hausen.
Verliehen wurde er vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL).
Die Bewerbungsunterlagen wurden mit Unterstützung von Dr. Wolfgang Ehmke, Initiator des Feldflora-Reservates, eingereicht.
Der Verein habe durch die Einrichtung des Feldflora-Reservates in Hausen dazu beigetragen, dass seltenen Ackerwildkräutern wieder ein gesicherter Lebensraum zur Verfügung stehe.
Gelobt wurden die Aktivitäten des Vereins rund um das Feldflora-Reservat im Taunus!
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